Unser vorletztes Ziel: Antwerpen
Wir starten mit einer Stadtrundfahrt > siehe Track…

Die Besonderheiten? Eindeutig der Bahnhof, man könnte auch sagen die Bahnhofs-Kathedrale…
Ein weiteres besonderes Gebäude ist das sog. Vleeshuis aus dem 16.Jh, das als Gildehaus und Verkaufshalle die Antwerpener Metzger diente. Es ist ein herausragendes Beispiel der Backsteingotik. Heute ist es ein Museum, das die Musikgeschichte Antwerpen und Brabants von der Renaissance bis ins 20 Jh. beleuchtet.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Grote Markt, also der Große Markt, mit der sagenumwobenen Brabobronce. Der Brabobrunnen ist ein Springbrunnen. Er wurde 1887 von dem Antwerpener Bildhauer Jef Lambeaux (1852–1908) geschaffen. Die Bronzeplastik greift deutlich Stilmerkmale des italienischen Manierismus auf. In ihrer Darstellung bezieht sie sich auf die Legende um die Stadtgründung Antwerpens. Sie zeigt den jungen Helden Silvius Brabo, wie er die abgehackte Hand des Riesen Druon Antigon, den er zuvor im Kampf besiegt hatte, in die Schelde wirft. Der Riese hatte am Ufer der Schelde von den vorbeifahrenden Schiffern Wegezoll verlangt. Konnten sie den Zoll nicht bezahlen, hackte er ihnen die rechte Hand ab. Der Name der Stadt soll der Überlieferung nach von diesem Ereignis, dem „Hand werfen“, herrühren. Interessant ist im Übrigen, so ein Stadtführer in dem Film „Ein Sommer in Antwerpen“, dass die Statue anatomisch unrealistisch sei. Man würde, so wie Silvius Brabo zum Werfen ausholt, immer auf dem linken Bein stehen. Lohnt sich, das mal nachzuvollziehen…
Der Brunnen ersetzte einen Freiheitsbaum, der bis 1882 auf dem Platz vor dem Rathaus stand. Die feierliche Enthüllung der Skulptur fand am 21. August 1887 statt.
Im Hintergrund des Brunnens ist das historische Rathaus zu sehen, ein beeindruckendes Renaissancegebäude, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Daneben sehen wir prächtige Zunfthäuser aus dem 16. und 17. Jh.. Auf den Dächern sind bedeutungsvolle Skulturen zu sehen, meist in golden:
Der Weg führt uns weiter zur „Onze-Lieve-Vrouwekathedraal“, erinnert vom Namen her ein wenig an unsere Münchner Frauenkirche. Hier finden wir berühmte Beispiele barocker Malerei von Peter Paul Rubens…
Und vor der Kathedrale liegen „Nello und Patrache“ … die in liebevoller Umarmung auf den Pflastersteinen liegen. Die Skulptur des Künstlers Batist Vermeulen zeigt die Protagonisten des englischen Romans „A Dog of Flanders“, der 1872 veröffentlicht wurde und vor allem außerhalb Belgiens Berühmtheit erlangte. Im Roman schließt der arme Waisenjunge Nello Freundschaft mit dem Straßenhund Patrasche. Zusammen erkunden sie Antwerpen, besuchen die Liebfrauenkathdrale und bewundern die Gemälde von Rubens.

In manchen Gassen finden sich kuschelige Restaurants…
Und was ist das? Disney-World?

Nein, weit gefehlt, das ist wirklich alt… Es ist das älteste erhaltene Gebäude Antwerpens und wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und diente verschiedenen Zwecken, darunter als Wohnsitz und Museum. Ein Großteil der ursprünglichen Anlage wurde im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert abgerissen, um Platz für die Erweiterung des Hafens zu schaffen.
Heute ist Het Steen ein beliebtes Touristenziel und beherbergt unter anderem ein Kreuzfahrtterminal und ein Besucherzentrum.
Zurück zum Schiff durch einen attraktiven Gang:
